QGIS mit Microsoft Access verwenden

Heute geht es um die Verwendung einer sehr häufig genutzten Datenbank, nämlich Microsoft Access im Zusammenspiel mit QGIS. Ich zeige, wie man mit QGIS auf die Daten in Access zugreifen kann und Punktgeometrien darstellen kann.

Als Geograf wünscht man sich natürlich immer eine PostgreSQL- oder doch zumindest eine Spatiallite-Datenbank, wenn es um die Arbeit mit Geodaten geht. Doch zumindest meine Praxis zeigt, dass gerade Microsoft Access in vielen Büros und Gemeinden noch zum Einsatz kommt. Häufig wird dabei eine zweigleisige Strategie benutzt: In Access werden die Sachdaten gespeichert und in einem CAD-Plan oder etwas ähnlichem werden die Geoinformationen gespeichert. Dabei ist zwangsläufig das eine oder das andere nicht auf der selben Aktualität wie das andere.

Deshalb kommt häufig der Wunsch auf, den Plan nicht mehr manuell erstellen zu müssen, sondern ihn aus den Daten der Access-Datenbank erstellen zu lassen. Ein Wechsel der Datenbank steht dabei eigentlich nie zur Debatte, denn die Arbeitsweise mit Access ist etabliert und neue Formulare und Verfahren sind meist nur schwer durchzusetzen.

Aller Unkenrufe zum Trotz ist Microsoft Access zu aller erst ein einfach zu benutzendes Datenbanksystem mit einfacher Formulargestaltung. Man benötigt keinen Server, es ist mehrbenutzerfähig und wohl deshalb sehr beliebt. Sogar ESRI hat eine Erweiterung auf das Access-Dateiformat für ArcGIS entwickelt – die Geodatabase.

Die im Beitrag benutzten Techniken und Schlagworte sind diesmal ODBC, virtuelle Layer, virtuelle Dateien und SQL. Aber kein Grund zur Panik, das klingt schlimmer als es ist.

Machen wir das Beste aus der Situation, also ran an die Buletten!

Eine ODBC-Verbindung zu Microsoft Access herstellen

Die Open Database Connectivity, zu deutsch „Offene Datenbank-Verbindungsfähigkeit“ ist ein Werkzeug unter Windows, mit dem man Verbindungen zu Datenbanken, wie einer Access-Datenbank unter einem einzigartigen Namen bereitstellen kann. Das Erscheinungsbild des Einstellungsdialoges weist auf das Alter der Technologie hin, funktioniert aber auch heute noch tadellos. Mit Hilfe einer ODBC-Verbindung kann man Daten aus einer Datenbank auslesen und auch manipulieren.
QGIS nutzt die ODBC-Schnittstelle, um Tabellen aus Access zu laden. Diese Tabellen können wir dann, ähnlich wie Attributtabellen oder importierte CSV-Tabellen behandeln.

Der Dialog zum Erstellen einer ODBC-Verbindung zeigt sich folgendermaßen:

Im Grunde wählt man eine Access-Datenbank aus und vergibt einen eindeutigen Namen, mit dem man die Verbindung identifizieren kann. Das ist schon alles, was zu tun ist. Aufpassen muss man bei der Art der ODBC-Verbindung, es gibt 32-Bit und 64-Bit Verbindungen. Je nach Version des Clients – hier QGIS – muss man die passende ODBC-Verbindung wählen. Bei einem 32-Bit QGIS die 32-Bit ODBC-Verbindung und für ein 64-Bit QGIS eine 64-Bit ODBC-Verbindung. Ach so, und es muss zwingend eine Datenbank Typ MDB sein. Das neue Access-Format funktioniert nicht mit ODBC, zumindest kann man keine *.aacdb Dateien auswählen.

Die ODBC-Verbindung in QGIS nutzen

Ich nutze QGIS 2.99 um das Verfahren zu demonstrieren, der Dialog ist aber ähnlich in der aktuellen QGIS-Version 2.18. Es sollte kein Problem sein, die Vorgehensweise auch in 2.18 anzuwenden. Falls doch, einfach in die Kommentare schreiben oder sonst wie melden.
Für diesen Blogpost habe ich vier Orte mit Koordinaten und Namen in einer Access-Datenbank gespeichert. Die Koordinaten sind in Gauß-Krüger Zone 2 mit typischen Rechts- und Hochwerten. So sind auch die Spalten in Access benannt. Folgende Screenshots und die Tabelle zeigen die verwendeten Daten:

idnamerechtswerthochwert
1Mitlosheim2556110.96155489015.1827
2Weiskirchen2557385.12145489912.4784
3Weiskirchen2559269.44235491401.9892
4Waldhölzbach2555303.39545490917.4495

Die ODBC-Verbindung in QGIS findet man unter „Vektor->Quelltyp Datenbank->Typ ODBC“. Schließlich wählt man eine neue Verbindung aus, gibt der Sache einen Namen und gibt unter „Datenbank“ den weiter oben gewählten ODBC-Verbindungsnamen ein. Der Screenshot zeigt alle von mir gemachten Einstellungen auf einen Blick.

ODBC Verbindung in QGIS einrichten
ODBC Verbindung in QGIS einrichten

QGIS wird vor dem Hinzufügen der Tabelle nach einem Passwort fragen, falls keins definiert ist bestätigt man einfach mit <Return>. Et voilà, die Tabelle „Orte“ aus Access ist in QGIS hinzugefügt worden. Im nächsten Schritt machen wir aus der geometrielosen Tabelle eine Tabelle mit einer Punktgeometrie.

Punktlayer aus Koordinaten erzeugen

Eine Möglichkeit, aus der vorliegenden Tabelle einen Layer mit einer Punktgeometrie zu erzeugen, ist einen „Virtuellen Layer“ auf Basis der Tabelle „Orte“ aus der ODBC-Verbindung zu verwenden. Virtuelle Layer hatte ich bereits in meinem letzten Blogpost über Geometriegeneratoren und Virtuelle Layer behandelt, deshalb werde ich nur kurz zeigen, wie man aus den Koordinaten eine Punktgeometrie erzeugt.

Bevor wir fortfahren können, müssen wir erst noch den Doppelpunkt aus dem Layernamen entfernen. Diese Sonderzeichen machen nur Probleme bei der Verwendung des Layers in der Abfrage des virtuellen Layers. Deshalb habe ich den Layer einfach in „Orte“ umbenannt.

QGIS Virtuellen Layer erstellen
QGIS Virtuellen Layer erstellen

Ein Klick auf <Hinzufügen> öffnet ein Fenster, dass nach dem Koordinatensystem fragt, hier ist das Koordinatenbezugssystem (KBS) 31466 für die Gauß-Krüger-Zone 2 anzugeben. Hier noch einmal die SQL-Anweisung im Klartext:

SELECT id, name, make_point( rechtswert, hochwert) as geom
FROM Orte

Im übrigen finde ich den neuen Dialog zur Auswahl eines KBS in QGIS wirklich gut gelungen, das aber nur am Rande. Das Ergebnis, mit Beschriftung aus dem Feld „name“, sieht dann folgendermaßen aus:

Ortschaften aus einem Virtuellen Layer
Ortschaften aus einem Virtuellen Layer

Aktualisierungen der Koordinaten in der Access-Datenbank werden im Normalfall nach einem Neuzeichnen des Layers direkt angezeigt.

Die Alternative: OGR Virtual Files

Eine Alternative zu den virtuellen Layern aus QGIS ist das Pendant „Virtual Files“ von GDAL/OGR. Das Format für die virtuellen Dateien ist im Grunde eine XML-Textdatei mit bestimmten Angaben zur ODBC-Datenverbindung und einem Teil, indem man die SQL-Abfrage für den Layer generiert. Also im Prinzip das selbe wie im vorigen Abschnitt, allerdings ausgelagert in eine eigene Konfigurationsdatei. Wer seine Layer über mehrere Programme hinweg definieren möchte, lieber mit einem Texteditor arbeitet oder aus anderen Gründen das XML-Format der Möglichkeit von QGIS bevorzugt, kann so leicht einen Layer erzeugen. Hier einmal die XML-Konfiguration:

<OGRVRTDataSource>
<OGRVrtLayer name="Ortschaften">
<SrcDataSource>ODBC:qgis_odbc,Orte</SrcDataSource>
<SrcSQL>
SELECT id, name, rechtswert, hochwert
FROM Orte
</SrcSQL>
<LayerSRS>EPSG:31466</LayerSRS>
<GeometryType>wkbPoint</GeometryType>
<GeometryField encoding="PointFromColumns" x="rechtswert" y="hochwert" />
</OGRVrtLayer>
</OGRVRTDataSource>

Einfach in einem Editor der Wahl – ich nehme dazu gerne Notepad++ – das XML erstellen und abspeichern. Die Datei kann man dann ganz einfach per Drag&Drop vom Explorer in den QGIS-Layermanager ziehen und die Ansicht genießen. In
<SrcDataSource>ODBC:qgis_odbc,Orte</SrcDataSource>
kann man per Kommata getrennt, mehrere Tabellen angeben und auch mittels Join im SQL verknüpfen. Die meisten Tags sind ja selbsterklärend, lediglich hier
<GeometryField encoding="PointFromColumns" x="rechtswert" y="hochwert" />
wird die Geometrie festgelegt, in dem man die Spalten für die X- und Y-Koordinaten definiert. Aufpassen muss man mit Bindestrichen und ähnlichen Sonderzeichen in den Spaltennamen, die werden nicht gerne genommen und müssen mittels Alias im SQL „entschärft“ werden.

Überprüfen kann man die Funktionalität der XML-Datei in der OSGeo4W-Shell, indem man mittels
> ogrinfo ortschaften.xml
schaut, ob Fehlermeldungen auftreten. Läuft alles glatt, lässt sich die Datei auch in QGIS verwenden.

Zusammenfassung

Nach diesem Beitrag sollte es kein Problem mehr sein, zu einer Access-Datenbank eine ODBC-Verbindung aufzubauen und die in der Datenbank vorhandenen Tabellen in QGIS zu verwenden. Dabei kann man die integrierten Mechaniken in QGIS nutzen oder alternativ auf XML-Dateien zurückgreifen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile, letztendlich führen aber beide zum selben Ziel.

Als Randnotiz möchte ich noch auf die Möglichkeit hinweisen, Geometrien in QGIS auch mit Hilfe der Funktion geom_from_wkt zu erzeugen. WKT ist das Well-Known-Text Format zur Beschreibung von Geometrien in menschenlesbarer Form. Hat man dieses in einer Spalte in Access stehen, lassen sich natürlich auch ganz einfach Linien- und Polygonlayer erzeugen.
Fraglich bleibt natürlich, wie das WKT in die Access-Datenbank kommt. Man könnte natürlich die Geometrien in QGIS digitalisieren und dann per Copy&Paste nach Access kopieren, aber da beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz und man sollte vielleicht einen anderen Workflow in Betracht ziehen.

Sollte noch etwas unklar sein oder nicht wie hier beschrieben funktionieren, kann mich auch kontaktieren oder einfach unten in die Kommentare schreiben.
Ich nehme auch noch Vorschläge für meinen nächsten Blogpost entgegen. Im Moment steht mir der Sinn nach etwas Statistik und etwas mehr Kartografie. Die letzten beiden Beiträge waren ja eher technischer Natur, aber ich würde mich auch über Vorschläge freuen. Also, Vorschläge für den nächsten Post können hier in den Kommentaren oder per Email, Twitter und dem Rest gemacht werden.

Arbeiten mit QGIS Virtuellen Layern und Geometriegeneratoren

In diesem Blogpost möchte ich heute die Arbeit mit Virtuellen Layern und Geometriegeneratoren in QGIS erklären. Dazu möchte ich ein Beispiel aus meiner Praxis aus dem Bereich Waldbestattungen heranziehen, nämlich die Darstellung von Urnenlagen um ein Naturdenkmal. Außerdem mit dabei: SQL, ein bisschen Mathematik und der alte Pythagoras.
Zuallererst gehe ich darauf ein, was eine Urnenlage ist und was das Problem dabei ist. Dann stelle ich die gängige Symbolik zur Darstellung vor, worauf dann die Umsetzung der Symbolik mit virtuellen Layern und Geometriegeneratoren in QGIS folgt.

Waldbestattungen und die Urnenlage

Bestattungen im Wald erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dabei wird, im Gegensatz zur Bestattung auf dem örtlichen Friedhof, der oder die Verstorbene in einer Urne bei einem Naturmerkmal beigesetzt. So ein Naturmerkmal ist entweder ein Baum, ein Findling oder anderweitig bemerkenswerter Felsen. An einem Naturmerkmal werden im Normalfall 10 oder sogar 12 Personen beigesetzt. Je nach Untergrund oder sonstigen Gegebenheiten sind aber auch weniger Bestattungen möglich. Im Normalfall wird am Naturmerkmal eine Plakette angebracht, eine Kennzeichnung der eigentlichen Begräbnisstätte entfällt aber.
Währen die Lage des Naturmerkmals meistens bekannt ist, wird die Lage der Urne lediglich relativ zum Naturmerkmal erfasst. Dabei wird die Richtung und die Entfernung zum Naturmerkmal erfasst – z.B. 30° und 2m Entfernung. Die kartografische Herausforderung ist es nun, aus den relativen Lageangaben die tatsächliche Lage mit Koordinaten zu berechnen und darzustellen.

Darstellung der Urnenlage

Urnenlage
Darstellung der Urnenlage in Relation zum Naturmerkmal

Als Ausgangsdaten liegt zum einen das Naturmerkmal mit Koordinaten vor, zum anderen eine CSV-Tabelle mit den relativen Lageinformationen der Urnen. Hier liegt in diesem Fall eine 1:n Relation zwischen dem Naturmerkmal und den Urnen vor. Die Darstellung selber ist relativ einfach. Um das Naturmerkmal werden die Lagen der Urnen als Punktsymbol gezeichnet. Dabei verbindet eine Linie die Urnenlage mit dem Naturmerkmal, so dass man ein sternförmiges Symbol erhält. Die Koordinaten der Urnen werden mit Hilfe eines virtuellen Layers und ein bisschen SQL generiert, die Linien werden mittels Geometriegenerator erzeugt.
Eine Sache, der ich noch nachgehen muss: Es ist aus mir unbekannten Gründen nicht möglich, die Urnenlagen mit dem Abfragewerkzeug abzufragen (QGIS Version 2.18.15 unter Windows), obwohl die Attributtabelle alle Werte darstellt. Das ist sicherlich eine weitere Untersuchung wert, unter Umständen lässt sich dieser Mangel auch mit virtuellen Layern von GDAL beheben.

Virtuellen Layer anlegen

Die Datengrundlage für diesen Blogpost ist relativ einfach. Es gibt das Naturmerkmal mit einer – in diesem Fall – beliebigen Koordinate mit einem Rechts- und einem Hochwert und eine Tabelle im CSV-Format mit den Urnenlagen.

NameEntfernungRichtungnd_id
Urne 1120101
Urne 280551
Urne 370801
Urne 41501351
Urne 51301701
Urne 6902001
Urne 71102901
Urne 81403301
Tabelle der Urnen 1-8 mit Lageinformationen

Bevor es aber ans Anlegen geht, muss erst einmal die Methode zur Berechnung der Lage der Urnen festgelegt werden.

Winkel und Pythagoras

Das hier vorliegende Problem ist ja, dass man ausgehend von einer bekannten Lage eine neue Lage mit Hilfe von Richtung und Distanz projizieren muss. Das Verfahren ist auch bekannt als Wegpunkt-Projektion und findet unter anderem Anwendung bei Geocaching. In unserem Fall können wir aber einige Vereinfachungen heranziehen. Da die Distanzen ziemlich klein sind, fallen Faktoren wie die Erdkrümmung weg. Auch liegt das Naturmerkmal in einem kartesischen Koordinatensystem vor, in diesem Falle Gauß-Krüger. Für die Berechnung bedeutet das, das wir wie in der Schule mit einem einfachen, kartesischen Koordinatensystem rechnen können. Das erlaubt uns auch, den Satz des Pythagoras und Winkelfunktionen wie Sinus und Kosinus zu benutzen, da hier im Endeffekt ein rechtwinkliges Dreieck vorliegt. Hier interessiert uns die Länge der Ankathete und der Gegenkathete, wobei die Ankathete dem Rechtswert zugerechnet werden muss und die Länge der Gegenkathete dem Hochwert des Naturmerkmals. Die Hypotenuse ist bekannt und entspricht der Distanz von Naturmerkmal zur Urne, ebenso wie der Winkel.
Um es einmal etwas mathematischer zu formulieren: Ausgehend von dem Punkt P₁(x₁,y₁) – dem Naturmerkmal – lässt sich P₂(x₂,y₂) – die Urnenlage – mit Hilfe der Hypotenuse n – der Distanz – und dem Winkel θ wie folgt rechnen:

x₂ = x₁ + n *  cosθ
y₂ = y₁ + n * sinθ

Das folgende Diagramm erläutert die Sachlage noch einmal grafisch:

Winkeldiagramm
Schema zur Berechnung eines neuen Punktes aus P1, Richtung und Distanz

Der virtuelle Layer

Nach diesem kleinen Ausflug in die Schulvergangenheit geht es nun ans Anlegen des virtuellen Layers. Wie bereits erwähnt, besteht ein 1:n Zusammenhang zwischen dem Naturmerkmal und den zugehörigen Urnenlagen. Der Dialog zum Hinzufügen eines virtuellen Layers erwartet zum einen die Quell-Layer, aus denen der virtuelle Layer erzeugt werden soll. Und zum anderen eine SQL-Abfrage, die den virtuellen Layer aus den Quell-Layern erzeugt.

Quell-Layer
Hinzufügen der Quell-Layer „ND“ und „urnenlage“

Die Quell-Layer sind schnell hinzugefügt, nun geht es an den Aufbau der SQL-Abfrage. Der Layer mit dem Naturdenkmal heißt ND, die (importierte) CSV-Tabelle urnenlage. Ziel der Abfrage ist es, den Urnenlagen eine eigene Punktkoordinate und für die Visualisierung die Koordinaten des Naturmerkmals mitzugeben.
Als erstes führen wir mit einem JOIN die beiden Layer zusammen und erhalten eine Abfrage, die eine ID und einen Namen der Urne zurückgibt:

SELECT
    ul.rowid AS id,
    ul.name
FROM urnenlage AS ul
JOIN ND AS nd on nd.id = ul.nd_id

SQL-Funktionen

Um die Urnenlage zu bestimmen, sind ein paar extra Befehle notwendig, die ich im Folgenden erläutern werde. Mit den Kommandos ST_X() und ST_Y() kann man die Rechts- und Hochwerte einer Punktkoordinate extrahieren. Wir benutzen die beiden Befehle auf der Punktkoordinate des Naturdenkmals. Der SQL-Befehl sieht dann folgendermaßen aus:

SELECT
    ul.rowid AS id,
    ul.name,
    ST_X(nd.geometry) AS x,
    ST_Y(nd.geometry) AS y
FROM urnenlage AS ul
JOIN ND AS nd on nd.id = ul.nd_id

Als nächstes setzen wir die oben genannten Formeln zur Berechnung der Urnenlage ein. Dazu benötigen wir die Funktionen COS() und SIN(), RADIANS() und MakePoint() zur Erzeugung einer Punktgeometrie. Wir müssen, bevor wir sin und cos anwenden können, die Richtungsangaben nach Radiant konvertieren. Denn die Winkelfunktionen in QGIS erwarten Radiant-Werte und nicht die klassischen, auf 360° basierenden Werte. Zu beachten ist weiterhin, dass die Entfernung in cm angegeben ist und in die Einheiten des Koordinatensystems, hier Meter, konvertiert werden müssen. Den neuen Rechtswert ermitteln wir also mit

ST_X(nd.geometry) + (COS(RADIANS(ul.richtung)) * (ul.entfernung / 100.0))

der neue Hochwert ergibt sich dann wie folgt

ST_Y(nd.geometry) + (SIN(RADIANS(ul.richtung)) * (ul.entfernung / 100.0))

Die komplette SQL-Anweisung sieht dann wie folgt aus:

SELECT
    ul.rowid AS id,
    ul.name,
    ST_X(nd.geometry) AS x,
    ST_Y(nd.geometry) AS y,
    MakePoint(
        ST_X(nd.geometry) + (COS(RADIANS(ul.richtung)) * (ul.entfernung / 100.0)),
        ST_Y(nd.geometry) + (SIN(RADIANS(ul.richtung)) * (ul.entfernung / 100.0))
    ) AS geometry
FROM urnenlage AS ul
JOIN ND AS nd on nd.id = ul.nd_id
Alle Einstellungen des virtuellen Layers
Alle Einstellungen des virtuellen Layers

Letzte Einstellungen

In den Einstellungen des virtuellen Layers legt man nun noch die ID-Spalte fest und für ein bisschen Performanceoptimierung setzt man die Geometrie auf manuell. Die Spalte ist geometry, der Typ ist Punkt und man kann noch ein Koordinatensystem festlegen. Ein Klick auf OK und man erhält einen neuen Layer in QGIS mit den Lagen der Urnen als Punktlayer. Im nächsten Schritt zeichnen wir noch die Linien, die die Urnenlagen mit den Naturmerkmal verbinden. Dazu verwenden wir die Geometriegeneratoren im Style-Menü.

Urnenlage
Die Lage der Urnen um das Naturdenkmal

Geometriegeneratoren

Mit Hilfe von Geometriegeneratoren können wir mit Hilfe von Befehlen eine andere Art von Geometrie als die des Layers erzeugen. Hier in diesem Fall können wir aus dem Punktlayer Linien erzeugen und zur Darstellung nutzen. Dazu fügen wir eine neue Symbolebene hinzu. Die untere der Symbolebenen ändern wir nun zum Symboltyp „Geometriegenerator“. Wichtig ist hier, dass wir als Geometrieart Linie/Multilinie auswählen. Der Ausdruck

make_line( 
    make_point(  "x" ,  "y" ),
     $geometry
)

erzeugt die Linie. Der Befehl make_line erzeugt eine Linie und erwartet zwei Punkte als Parameter. make_point erzeugt einen Punkt aus den Spalten „x“ und „y“, die wie oben im SQL gezeigt, die Koordinaten des Naturmerkmals sind. $geometry referenziert die Geometrie des aktuellen Datensatzes, hier einer Urnenlage mit Koordinaten. Einmal mit OK bestätigen und man erhält das gewünschte Ausgangsbild.

Einstellungen für den Geometriegenerator
Einstellungen für den Geometriegenerator

Automatische Updates inklusive

Es gibt einen Vorteil, CSV als Datengrundlage zu verwenden. Denn QGIS überwacht die Textdatei ständig. Jede Änderung, die an der Datei vorgenommen wird, erscheint – mehr oder weniger – sofort in QGIS. Ein ähnliches Verhalten zeigt auch der virtuelle Layer. Jede Änderung an den Quelldateien wird automatisch an den virtuellen Layer weitergegeben und das Erscheinungsbild passt sich entsprechend an. So kann man neue Naturmerkmale hinzufügen, neue Urnenlagen hinzufügen oder bestehende Daten ändern, ohne erneut Hand anlegen zu müssen.

Layer auf Änderungen überwachen

Unterwegs auf dem Schluchtenpfad für meine Wanderkarten

Wegbeschreibung des Schluchtenpfades

Start- und Endpunkt des Schluchtenpfades ist am Dorfplatz in Rissenthal. Dort kann man auch bequem sein Auto abstellen, oder wer mit dem öffentlichen Nahverkehr anreist, an der dortigen Haltestelle aussteigen. Der Schluchtenpfad führt über weite Teile auf schmalen Wegen durch Wald einmal rund um Rissenthal herum. Lediglich ein kleiner Teil führt durch das Dorf auf Teerstraßen. Neben dem Hauptthema Wald bietet der Schluchtenpfad auch Streuobstwiesen als Abwechslung an. Das Deutsche Wanderinstitut hat den Schluchtenpfad mit 85 Punkten bewertet.
Der Weg selber ist mit rund 11km gar nicht mal so lang, ist aber durch sein ständiges Auf und Ab doch relativ anstrengend zu laufen. Gutes Schuhwerk und ein sicherer Tritt sind hier gefragt, besonders bei ungünstigen Wetterverhältnissen.

Hohlweg entlang des Schluchtenpfades
Hohlweg entlang des Schluchtenpfades

Geologie am Wegesrand

Hauptthema sind aber sicherlich die sogenannten Gräte, steile, in den Sandstein gewaschene Schluchten der Bäche die seltenen Pflanzen und Tieren Unterschlupf gewähren. Der Weg führt hier entlang und auch durch diese Gräten und bietet so einen eindruckvollen Einblick in diese geologische Besonderheit in der Region. Hier ist auch Aufmerksamkeit gefordert, denn bei starken Regenfällen können die Bäche in den Gräten so stark anschwellen, dass ein Passieren unmöglich wird.
Insgesamt kann man auf der Wanderung drei geologische Schichten erleben: Oben auf der Wahlener Platte findet sich die jüngste Epoche, der Untere Muschelkalk. Je weiter man Richtung Rissenthal herabsteigt, desto eher trifft man auf den Oberen Buntsandstein, der aber nur relativ kleinräumig aufgrund der Steilheit des Geländes aufgeschlossen ist. Den sicherlich größen Anteil hat der Mittlere Buntsandstein mit seiner typisch roten Farbe, der auch in den Gräten deutlich erkennbar ist.

Blick auf den mittleren Buntsandstein
Blick auf den mittleren Buntsandstein

Wandern mit Hund

Auf vier Pfoten unterwegs auf dem Schluchtenpfad

Der Schluchtenpfad ist eine tolle Wanderung mit dem Hund. Allerdings sollte man genügend Wasser für unterwegs einpacken, denn die Bäche führen nicht immer Wasser. Andere Möglichkeiten zur Erfrischung des Hundes gibt es leider nicht. Durch den hohen Waldanteil kann man den Weg auch im Sommer gut laufen, da der Wald schön viel Schatten abgibt und in den Gräten ist es erfrischend kühl.

Viele Stufen gibt es auch
Viele Stufen gibt es auch

Achtsamkeit gefordert

  • Achtung Wild: Auf meiner Wanderung habe ich einige Rehe und ein Wildschwein gesehen
  • Man passiert einmal die L377, die Hauptverbindung Losheim – Rissenthal an einer schlecht einsehbaren Stelle. Hier ist unbedingt Vorsicht geboten, da es auch steil an die Straße heruntergeht.
  • Man kommt an einigen Viehweiden vorbei, zum Teil verläuft hier der Stacheldraht direkt entlang des Weges

Die Wanderkarte zum Schluchtenpfad

Meine Wanderkarte zeigt alle angesprochenen Besonderheiten des Schluchtenpfades und noch einiges mehr auf eine übersichtliche und gut verständliche Art und Weise. Dabei hat sie alles, was eine gute Wanderkarte so benötigt. Von Gelände- und Höheninformationen über Wege und Wegstrecken, Kilometerangaben bis hin zu einem Höhenprofil ist alles mit dabei.
Praktischerweise lässt sich meine Karte im GeoPDF-Format sowohl digital mit der Avenza App nutzen als auch ausgedruckt mitnehmen. Mittels eines PDF-Dokumentenbetrachters wie dem Adobe Acrobat lassen sich auch am heimischen Rechner Strecken messen oder eigene Notizen zur Karte machen.
Die Wanderkarte zum Schluchtenpfad ist leider noch nicht ganz fertig gestellt. Sobald die Karte verfügbar ist, werde ich hier auf meiner Webseite eine entsprechende Ankündigung machen. Wer das nicht verpassen möchte kann sich gerne in meinen Wanderkarten-Newsletter eintragen und bekommt dann eine Nachricht bequem ins Postfach geliefert.

Eindrücke vom Schluchtenpfad

 

Verbesserungsideen oder ein Wunsch-Wanderweg?

Sie haben einen Wanderweg, der unbedingt in meine Sammlung gehört und möchten, dass auch andere Ihren Lieblingsweg einmal gehen können? Dann schreiben Sie mir doch eine Email und ich schaue, was ich tun kann! Wünsche, Bemerkungen und Kritik können Sie gerne in meinem Wanderweg-Postkasten werfen – ich werde mich so zügig wie möglich darum kümmern. Dazu einfacheine der vielen Kontaktmöglichkeiten nutzen. Feedback ist ausdrücklich erwünscht!

Wanderung auf dem Felsenweg für meine Wanderkarten

Wegbeschreibung des Felsenweges

Für mein Wanderkarten-Projekt bin ich vor kurzem auf dem Felsenweg gewandert und habe ihn kartiert und mir Notizen und natürlich auch Fotos gemacht – ganz nach meinem Motto „Gerne draußen unterwegs“.

Lage und Start

Der Felsenweg liegt zwischen den beiden Dörfern Scheiden und Waldhölzbach in der Gemeinde Losheim am See. Der Startpunkt befindet sich dabei in Waldhölzbach neben der Kirche. Parken kann man direkt nebenan auf dem Gemeindeplatz. Aber auch Scheiden bietet die Möglichkeit, in den Felsenweg einzusteigen. Dazu kann man am Friedhof in Scheiden parken und der orange markierten Zuwegung zum Felsenweg folgen.

Start des Felsenwegs bei Waldhölzbach
Start des Felsenwegs bei Waldhölzbach

Verlauf

Während seines Verlaufes hat der Felsenweg landschaftlich und kulturell einiges zu bieten. Tolle Felsformationen wie der Teufelsfelsen oder der Bärenfels wechseln sich ab mit schmalen Pfaden durch schön bewaldete Flächen. Aber auch die Ausblicke kommen nicht zu kurz. Der Felsenweg ist relativ hoch gelegen und bietet an vielen Stellen einen tollen Weitblick in das Saarland. An schönen Tagen kann man über Losheim bis nach Dillingen und weiter blicken und der Schaumbergturm zeigt sich auch hin und wieder. Die Kühltürme des Kraftwerks Cattenom auf der französischen Seite zeigen den Verlauf des Moseltals und das beiliegende Luxemburg.

Kultur und Geschichte am Wegesrand

Dabei hat der Felsenweg nicht nur schöne Landschaften und tolle Felsformationen zu bieten. Unterwegs trifft man auf alte Burgruinen, die vielleicht sogar schon seit der Römerzeit bestehen und trifft auch auf keltische Gedenkstätten bei der „Sagenhaften Gruppe im Buchenwald“.
Im Verlauf der Wanderung passiert man das höchstgelegene Dorf im Saarland Scheiden und hat vom „Schau ins Land“ aus einen spektakulären Ausblick auf das tiefer gelegene Saarland und die angrenzenden Regionen.

Wandern mit Hund

Unterwegs auf dem Felsenweg

Der Felsenweg bietet auch für Wanderer mit Hund ein tolles Erlebnis. Der Lannenbach und der Hölzbach führen das ganze Jahr über Wasser. Man passiert bei Scheiden den Angelweiher und kurz vor dem Ziel in Waldhölzbach kommt man auch am dortigen Angelweiher vorbei. Für genügend Wasser für den Vierbeiner ist also gesorgt. Es kann aber nicht schaden, an besonders heißen Tagen eine Portion Wasser mitzunehmen, nur für alle Fälle.
Der Felsenweg bietet dem Zwei- und Vierbeiner viele spannende Stellen zum Entdecken und Erforschen.

Lanie am Bärenfels
Lanie am Bärenfels

Achtsamkeit gefordert

An diesen Stellen am Felsenweg sollte man unbedingt aufpassen:

  • Der Felsenweg führt mit langen Passagen durch Wald. Das Tal des Lannenbach oberhalb von Scheiden ist Naturschutzgebiet und die Wege sind im allgemeinen eher kurvenreich und schlecht einsehbar. Jagdfreudige Hunde und solche, die eher mal nachfragen sollte man also unbedingt aus Rücksicht auf die Natur und andere Mitwanderer an die Leine nehmen. Aber das sollte ja selbstverständlich sein, oder?
  • Man überquert nach dem Angelweiher bei Scheiden einmal die L373 an einer für Autofahrer etwas unübersichtlichen Stelle, dort ist Aufmerksamkeit gefragt.
  • Am Bärenfels führt der Felsenweg direkt über den Felsen. An dieser Stelle ist etwas Klettergeschick gefragt, da dort der eine oder andere größere Felsenblock liegt. Kletterunfreudige oder kleine Hunde können dort ihre Probleme haben. Bei schlechtem Wetter kann der Teil auch für Zweibeiner schwierig zu begehen sein, eine Alternative ist aber ausgeschildert.
  • Vor dem Feriendorf bei Mitlosheim passiert man an zwei Stellen Viehweiden, die auch das ganze Jahr über genutzt werden. Bei der zweiten Gelegenheit führt der Felsenweg über eine recht lange Passage über die Weide, lediglich an manchen Stellen durch eine Holzabtrennung getrennt von den weidenden Tieren. Hunde sollten dort aus Rücksicht unbedingt angeleint werden. Wer den Kontakt mit den Tieren scheut, kann auch diese Stelle umgehen.

Und was gibt es sonst noch so?

Verweilen und Pause machen

Der Felsenweg bietet an vielen Stellen die Möglichkeit, eine Pause einzulegen. Dazu stehen verteilt an besonders schönen Stellen Bänke oder gar Bänke und Tische bereit. Der Angelweiher bei Scheiden hat für eine Zwischenrast eine besonders gute Lage, da er fast auf der Hälfte der Strecke liegt und neben Bänken und Tischen sogar eine Schutzhütte des Angelsportvereins bereit stellt. Außerdem gibt es dort eine fantastische Kneippanlage an der man Arme und Beine erfrischen kann.

Kneippanlage bei Scheiden am Angelweiher
Kneippanlage bei Scheiden am Angelweiher

Besonderheiten und Bemerkenswertes

Neben zwei! Kneippanlagen, eine bei Waldhölzbach und die oben genannte bei Scheiden, gibt es beim Zieleinlauf bei Waldhölzbach auch noch den Barfußpfad, der entlang der Weiher dort dem Verlauf des Felsenweges folgt. Also einfach mal Schuhe ausziehen und nach fast getaner Wanderung die Erde unter den Füßen spüren oder durch Wasser waten.

Angelweiher bei Waldhölzbach am Felsenweg / Barfußweg
Angelweiher bei Waldhölzbach am Felsenweg / Barfußweg

Kulinarisches

Sicherlich eine Besonderheit am Felsenweg ist die „Ebbes von hei“ Genießerkiste Saar-Hunsrück bei Waldhölzbach am Backhaus und in Scheiden an den „Scheidener Stuben“. Ein Automat, an dem man praktischer Weise regionale Produkte für die Wanderung zur Versorgung unterwegs oder zwischendurch erwerben kann. Direkt, oder ganz dicht am Weg liegen der Forellenhof und die Scheidener Stuben – Öffnungszeiten und Ruhetage sollte man aber unbedingt vor der Wanderung abklären.

Die Wanderkarte zum Felsenweg

Meine Wanderkarte zeigt alle angesprochenen Besonderheiten des Felsenweges und noch einiges mehr auf eine übersichtliche und gut verständliche Art und Weise. Dabei hat sie alles, was eine gute Wanderkarte so benötigt. Von Gelände- und Höheninformationen über Wege und Wegstrecken, Kilometerangaben und einem Höhenprofil ist alles mit dabei.

Kartierung Wanderkarte Felsenweg - Arrangement mit GPS, Stift und Hundeleine
Kartierung Wanderkarte Felsenweg – Arrangement mit GPS, Stift und Hundeleine

Praktischerweise lässt sich meine Karte im GeoPDF-Format sowohl digital mit der Avenza App nutzen als auch ausgedruckt mitnehmen. Mittels eines PDF-Dokumentenbetrachters wie dem Adobe Acrobat lassen sich auch am heimischen Rechner Strecken messen oder eigene Notizen zur Karte machen.
Die Wanderkarte zum Felsenweg ist leider noch nicht ganz fertig gestellt. Sobald die Karte verfügbar ist, werde ich hier auf meiner Webseite eine entsprechende Ankündigung machen. Wer das nicht verpassen möchte kann sich gerne in meinen Wanderkarten-Newsletter eintragen und bekommt dann eine Nachricht bequem ins Postfach geliefert.

Ausschnitt aus meiner Wanderkarte "Felsenweg" 1:25.000
Ausschnitt aus meiner Wanderkarte „Felsenweg“ 1:25.000

Eindrücke vom Felsenweg

 

Verbesserungsideen oder ein Wunsch-Wanderweg?

Sie haben einen Wanderweg, der unbedingt in meine Sammlung gehört und möchten, dass auch andere Ihren Lieblingsweg einmal gehen können? Dann schreiben Sie mir doch eine Email und ich schaue, was ich tun kann! Wünsche, Bemerkungen und Kritik können Sie gerne in meinem Wanderweg-Postkasten werfen – ich werde mich so zügig wie möglich darum kümmern. Dazu einfach eine der vielen Kontaktmöglichkeiten nutzen. Feedback ist ausdrücklich erwünscht!

Mit Wanderkarten gerne draußen unterwegs

Ich freue mich sehr, dass ich heute mein neuestes Projekt in mein Portfolio aufnehmen kann: Wanderkarten mit Premium Wanderwegen aus dem Saarland, Luxemburg und der Region Trier. Dieses Projekt verbindet zwei meiner größten Leidenschaften, nämlich das Wandern und das Kartenmachen. Noch eine Wanderkarte werden Sie sicher denken: Aber ja! Denn meine Wanderkarten bieten viele Vorteile und verbinden das Digitale und die gedruckte Karte nahtlos miteinander. Unter dem Label „Karten aus dem Saarland“ werde ich nun nach und nach Wanderkarten für die besten Wanderungen im Saarland und der Region veröffentlichen.

  1. Meine Karten sind im PDF-Format erhältlich und können sowohl am Monitor angesehen als auch ausgedruckt werden.
  2. Mit der Avenza App kann die PDF-Karte offline ohne Zusatzkosten mit dem GPS des Smartphones genutzt werden.
  3. Meine sorgfältig, mit viel Handarbeit gestalteten Karten bieten ein optimales, gut lesbares Kartenbild im Maßstab 1:25.000

Die besonderen Merkmale meiner Wanderkarten

  1. Klar und gut erkennbare Wanderwege
  2. Gut erkennbare Distanzen
  3. Besonders schwierige Stellen sind hervorgehoben
  4. Topografie und Höhenlinien
  5. Sicherheitsmerkmale wie Rettungspunkte
  6. Höhenprofil mit vielen Zusatzinformationen
  7. Und natürlich: Raum für eigene Erlebnisse!

Mehr Sicherheit für Unterwegs

Nie mehr Probleme mit leerem Akku, schlechtem Handynetz oder GPS-Empfang. Weil Sie meine Karten sowohl am Mobilgerät als auch ausgedruckt nutzen und mitnehmen können, haben Sie immer den perfekten Überblick über Ihre aktuelle Position.

Prämierte Wanderwege

Viele der Wanderwege im Saarland und in der Region sind prämiert und haben eine Auszeichnung des Deutschen Wanderinstituts (DWI) erhalten. Wege wie der Felsenweg bei Losheim oder die Saarschleifen-Tour haben eine hohe Punktzahl und laden zum Wandern und Erkunden ein. Meine erste Wanderkarte hat deshalb auch den Felsenweg zum Thema, der mit 95 Punkten beim DWI im Jahr 2005 als Wanderweg des Jahres ausgezeichnet wurde.

Wanderweg Markierung Felsenweg und Saar-Hunsrück-Steig an einem toten Baum
Wanderweg Markierung Felsenweg und Saar-Hunsrück-Steig an einem toten Baum

Wo kann ich die Karten kaufen?

Meine Wanderkarten für das Saarland und die Region werden sobald wie möglich veröffentlicht. Sobald die erste Karte, der Felsenweg bei Losheim, fertig ist, werde ich einen Link zu meinem Internetshop hier einstellen. Außerdem werde ich meine Karten auch im Avenza Map Shop einstellen, so dass man meine Wanderkarten direkt über die App beziehen kann. Für das erste sind die folgenden Wanderkarten geplant:

Gerne draußen unterwegs mit Hund

Meine beiden Hunde begleiten mich auf jeder Wanderung, denn mit den beiden macht es einfach mehr Spaß. Aber natürlich gibt es dabei einiges zu beachten: Von Trinkmöglichkeiten für die Vierbeiner über gefährliche Stellen an Straßen oder dem Verlauf der Wanderung über Viehweiden. All diese Besonderheiten nehme ich in meine Karten auf, so dass Sie sich und Ihren Vierbeiner optimal auf die Wanderung vorbereiten können und bestens gerüstet sind.

Saarland Wanderland

Das Saarland bietet dem Wanderer ein breites Netz an Wanderwegen und Premium Wanderrouten. Mehr als 100 Premium Wanderwege sind bisher allein im Saarland angelegt worden und zeigen die schönsten Seiten der Landschaft. Ich möchte mit meinen Wanderkarten diesen Geist und Schönheit einfangen und wiedergeben, so dass Sie bereits einen Ausblick auf ihr kommendes Wandererlebnis haben – gerne draußen unterwegs!

Bessere Wanderkarten durch Ortskenntnis

Bevor ich mich an die Arbeit für eine neue Wanderkarte mache, gehe ich die Wanderung mit einem GPS-Gerät und einem Kartierplan einmal selber ab. Denn ich bin der Überzeugung, dass man nur eine gute Karte machen kann, wenn man die Begebenheiten vor Ort einmal kennengelernt und mit eigenen Augen gesehen hat. Denn wie bei einem Künstler lebt die Gestaltung der Karte vom Erfahren bei der Wanderung und spiegelt sich in der fertigen Karte wider.

Kartierung Wanderkarte Felsenweg - Arrangement mit GPS, Stift und Hundeleine
Kartierung Wanderkarte Felsenweg – Arrangement mit GPS, Stift und Hundeleine

Mit OpenStreetMap

Meine Wanderkarten basieren auf den Daten von OpenStreetMap, dem gemeinschaftlichen Kartenprojekt. Dadurch haben meine Wanderkarten nicht nur eine immer topaktuelle Grundlage, sondern sie können auch mit allen notwendigen Daten selber ergänzt werden – ein Gemeinschaftsprojekt in Reinkultur! Volle Transparenz: Meine neuesten Änderungen beim OpenStreetMap-Projekt können in meinem Profil eingesehen werden.

Verbesserungsideen oder ein Wunsch-Wanderweg?

Sie haben einen Wanderweg, der unbedingt in meine Sammlung gehört und möchten, dass auch andere Ihren Lieblingsweg einmal gehen können? Dann schreiben Sie mir doch eine Email und ich schaue, was ich tun kann! Wünsche, Bemerkungen und Kritik können Sie gerne in meinem Wanderweg-Postkasten werfen – ich werde mich so zügig wie möglich darum kümmern. Dazu einfach eine der vielen anderen Kontaktmöglichkeiten nutzen. Feedback ist ausdrücklich erwünscht!

Die QGIS Kommandozeile nutzen

QGIS Kommandozeile?

Aber ja doch! Als erstes denkt man bei QGIS natürlich an das grafische Programm, dass sich mit Maus bedienen lässt. Vielen ist aber nicht bewusst, dass sich einige QGIS Funktionen auch über die QGIS Kommandozeile nutzen lassen.

Dabei lassen sich die Kommandozeilenparameter generell in ein paar Gruppen unterteilen. Ich würde die Gruppen folgendermaßen nennen: „Systemstart“, „Projekt“, „DXF“ und „Konfiguration“. Doch zuallererst einmal die Übersicht über alle verfügbaren Kommandozeilenparameter, diese erhält man, indem man auf der Kommandozeile

C:\Users\Frank\Desktop> qgis --help

Das folgende Bild zeigt dann die Ausgabe, hier unter Windows mittels OSGeo4W in der OSGeo4W Shell:

Die QGIS Kommandozeile nutzen - Hilfe aufrufen
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Hilfe aufrufen

Die allgemeine Syntax für das QGIS Kommando lautet:

C:\Users\Frank\Desktop>qgis [OPTIONS] [FILE]

Der [OPTIONS] Parameter fällt dabei in eine der oben genannten Kategorien, [FILE] kann entweder eine Rasterdatei, eine Vektordatei oder ein QGIS Projekt sein. Mit Hilfe von zwei Bindestrichen kann man mehrere Dateien als [FILE] Parameter übergeben.

In die Gruppe „Systemstart“ fallen alle Parameter, die den Start von QGIS beeinflussen. Das sind unter anderem der Parameter zum Ausschalten des Logos –nologo, der Parameter zum Setzen der initialen Ausdehnung –extent und der Sprache –lang. In der Gruppe „Konfiguration“ sehe ich vor allem die Parameter, die die Standardkonfiguration von QGIS beeinflussen, wie etwa Oberflächenanpassungen, Authentifizierung oder Python Programmdateien.

Auf all diese Parameter möchte ich in diesem Beitrag nicht eingehen, da sie zum Teil sehr speziell sind und sich auch schlecht mittels einfachen Beispielen erklären lassen. Ich bin aber gerne bereit, auch diesen Teil zu erläutern, wenn das Interesse besteht. Am Besten dazu einfach etwas dazu  in die Kommentare schreiben!

Übrig bleiben nun die Gruppen „Projekt“ und „DXF“, und zuerst möchte ich ein wenig auf die Gruppe Projekt eingehen.

QGIS Parameter in der „Projekt“ Gruppe

In diese Gruppen fallen Parameter, die ein bestehendes QGIS Projekt laden, ein leeres Projekt zum QGIS Start mit Daten füllen oder ein Bild im PNG-Format eines bestehenden Projektes exportieren.

Zuerst zeige ich, wie man Daten zu einem leeren QGIS Projekt zum Start hinzufügt. Dazu habe ich von NaturalEarthData zwei Shapefiles[1, 2] und eine Rasterdatei[3] heruntergeladen. Die Shapefiles sind einmal die Länder der Welt [1] und ein Koordinatenraster mit 30° Intervallen, die Rasterdatei ist das bekannte Natural Earth Raster mit Topografie und den Ozeanen. Alle Dateien habe ich in einen neuen Ordner NED auf dem Desktop entpackt. Nun kann man mittels

C:\Users\Frank\Desktop>qgis NED\NE2_50M_SR_W.tif

QGIS mit den Natural Earth 2 Raster starten.

Die QGIS Kommandozeile nutzen - Rasterdatei laden
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Rasterdatei laden

Alternativ kann man einen Vektorlayer, hier die Länder der Welt, genauso laden:

C:\Users\Frank\Desktop>qgis NED\ne_110m_admin_0_countries.shp
Die QGIS Kommandozeile nutzen - Vektordatei laden
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Vektordatei laden

Das Angeben einer initialen Ausdehnung mittels –extent klappt hier leider nicht, das ist wohl nur Projektdateien zugestanden. Mehrere Layer kann man nun mittels folgendem Kommando laden:

C:\Users\Frank\Desktop>qgis -- NED/NE2_50M_SR_W.tif NED/ne_110m_admin_0_countries.shp NED/ne_110m_graticules_30.shp
Die QGIS Kommandozeile nutzen - mehrere Dateien laden
Die QGIS Kommandozeile nutzen – mehrere Dateien laden

Man beachte die beiden vor den Dateien! Diese Layerkonfiguration speichere ich nun in einer Projektdatei „ned.prj“ und ändere noch ein bisschen den Stil, so dass eine schönere Karte entsteht.

Nun kann man mit

C:\Users\Frank\Desktop>qgis --extent -6,40,27,60 NED\ned.qgs

zum Beispiel gleich auf Europa zoomen.

Die QGIS Kommandozeile nutzen - Projektdatei laden und Ausdehnung festlegen
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Projektdatei laden und Ausdehnung festlegen

Mit der QGIS Kommandozeile kann man auch einen Screenshot im PNG-Format des aktuellen Projektes erstellen, der sogar georeferenziert ist. Das geht mit

C:\Users\Frank\Desktop>qgis  --width 1280 --height 1200 --snapshot projekt.png NED\ned.qgs
Die QGIS Kommandozeile nutzen - Snapshot von Projektdatei erstellen
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Snapshot von Projektdatei erstellen

Man beachte die Größe des Bildes im Kommando und in dem Snapshot. Leere Bereiche ohne Daten werden von QGIS weiß dargestellt!

Als letztes nun ein Ausflug in die Kommandos der DXF Gruppe.

QGIS Parameter in der „DXF“ Gruppe

Alle Parameter in dieser Gruppe beschäftigen sich mit dem Export von QGIS Layern in das DXF-Format. Dieses Format ist die geeignete Schnittstelle von der GIS-Welt in die CAD-Welt und anders herum. Zu beachten ist, dass das DXF-Format keine Rasterdaten unterstützt, so dass nur Vektordaten nach DXF konvertiert werden können. Exemplarisch sei hier folgende QGIS Projektdatei genommen, die ein Wegenetz und Gebäude aus einer OpenStreetMap SQLite Datenbank zur Grundlage hat.

Die QGIS Kommandozeile nutzen - Die QGIS Projektdatei als Vorlage zum DXF Export
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Die QGIS Projektdatei als Vorlage zum DXF Export

Um nun ein Projekt als DXF zu speichern ist folgende Zeile hilfreich. Wichtig in meinen Augen ist es dabei, den Parameter –dxf-symbology-mode symbollayer mit anzugeben, da so nicht jedes Feature einer Geometrie extra exportiert wird. Also lautet die Zeile, um ein Projekt zu exportieren nun

C:\Users\Frank\Desktop>qgis --dxf-symbology-mode symbollayer --dxf-export karte.dxf NED\wege.qgs

und man erhält eine DXF-Datei als Resultat.

Die QGIS Kommandozeile nutzen - Der DXF Export in einem CAD-Programm
Die QGIS Kommandozeile nutzen – Der DXF Export in einem CAD-Programm

Ich hoffe, der Beitrag ist für den Einen oder Anderen hilfreich, wenn ja, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen. Gerne auch auf Facebook, Twitter oder Google+. Bei Fragen oder Anmerkungen einfach melden, per Mail oder Kommentar oder Kontaktformular!

Kontakt für Fragen und Antworten

Bei Fragen zum Thema stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. Dazu einfach eine der vielen anderen Kontaktmöglichkeiten nutzen. Feedback ist ausdrücklich erwünscht!

Eine Maggi-Karte – Verbrauch im Vergleich

Wieso eine Maggi-Karte

Mitte letzten Jahres im August 2016 kam im saarländischen Radio auf SR 1 ein Bericht über Verbrauch von Maggi in Deutschland. Hier im Saarland ist Maggi besonders beliebt, in beinahe jedem zweiten Haushalt steht so eine Flasche. Natürlich ist Maggi nicht nur im Saarland so beliebt, sondern auch in anderen Regionen Deutschlands. Eine Tabelle bei SR 1 zeigt den Verbrauch im Vergleich. Als Kartograf ist so etwas natürlich nicht einfach hinnehmbar. Es gibt Daten, einen Raumbezug (die Bundesländer) – also muss selbstverständlich eine Karte her – eine Maggi-Karte.

Inhalt der Maggi-Karte

Meine Maggi-Karte zeigt zwei Verbrauchsdaten der Würze. Zum einen die Verbreitung pro Haushalt als Choroplethenkarte und zum anderen den Verbrauch in Litern pro Jahr als Kartodiagramm. Die Choroplethenkarte zeigt in abgestuften Farben von hellgelb nach dunkelrot die Verbreitung, je dunkler die Farbe, desto häufiger findet sich Maggi in den Haushalten. Die Größe der Maggi-Flasche in der Karte visualisiert als Kartodiagramm den Verbrauch, je größer die Flasche, desto höher auch der Verbrauch.

Darstellung und Gestaltung

Überdies habe ich mich bei den Farben für die Karte an den kräftigen Farben der Flaschengestaltung orientiert. Deshalb ist der Hintergrund der Karte ein kräftiges Gelb. Für die Choroplethe habe ich mich am Rot der Schrift und Symbole auf der Flasche orientiert. Um den Verbrauch in Litern anschaulich und thematisch passend zu zeigen habe ich selbstverständlich eine Maggi-Flasche gewählt und die Größe der Flasche zeigt bildhaft den Verbrauch.

Für die Schattierung und Schriftfarben habe ich das Braun der Flasche gewählt. So referenziert die Karte jederzeit das Produkt. Da die Karte aufgrund einer Reportage im SR von mir erstellt wurde, habe ich die passende Maggi-Flasche und den passenden Dialekt gewählt.

Maggi-Karte Des Saarländers geliebte Würze im Vergleich
Maggi-Karte Des Saarländers geliebte Würze im Vergleich

Trau‘ keiner Statistik …

… die du nicht selber erstellt hast. Um den besonderen Bezug der Saarländer zum Maggi hervorzuheben, habe ich die Wertegrenzen der Choroplethenkarte mittels der Jenks-Klassifizierung so eingestellt, dass das Saarland auch wirklich das einzige Bundesland in hochroter Farbe ist. Bei den Flaschen für den Verbrauch bot mir die Einteilung in gleiche Intervalle bei vier Klassen die Möglichkeit, dem Saarland die größte Flasche zuzuweisen. Offensichtlich kann man so die Aussage der Karte manipulieren, dass sie zur Intention passt. Nämlich das Saarland als Maggi-Hochburg in Deutschland.

Download der Maggi-Karte

Ich biete auch eine GeoPDF Datei zum herunterladen an, die man hier findet: Maggi-Karte: Des Saarländers geliebte Würze im Bundesvergleich. Nun wünsche ich viel Spaß beim Anschauen!

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Ein Blick in die Sarek Nationalpark Karte

Ein Überblick über den Sarek Nationalpark

Der Sarek Nationalpark gilt als eine der letzten Wildnisse in Europa. Hoch im lappländischen Teils Schwedens gelegen bietet der Park Einsamkeit und Natur pur. Der Sarek Nationalpark ist Schwedens größter Nationalpark und hat neben hohen Gipfeln auch Gletscher, rauschende Flüsse und schwieriges Terrain zu bieten, dass nur für erfahrene Wanderer empfehlenswert ist.

Im ältesten Nationalpark Europas gibt es weder Wege noch Hütten. Ein paar wenige Brücken bieten einen einfache Flussüberquerung, doch meistens muss man aber ohne Brücke auskommen. Das Gelände und die Berge, von denen die höchsten sind über 2000m hoch sind, bieten ein spektakuläres Panorama.

Die Sarek Nationalpark Karte

Dieses spektakuläre Gelände soll auch von meiner Karte eingefangen werden. Neben den wichtigsten Gipfeln zeigt die Karte das verzweigte Flussnetz, Seen und Gletscher. Ein besonderes Augenmerk habe ich auf die Schummerung gelegt, denn so lässt sich am besten ein Eindruck vom Gelände verschaffen. Um der Schummerung den letzten Schliff zu geben, habe ich mich an den Techniken von Eduard Imhof orientiert. So zeigen die der Sonne zugewandten Hänge eine leichte grün-gelbe Note, die der Sonne abgewandten eine leicht bläuliche. So bekommt man auf subtile Art und Weise einen leichteren Überblick über das Gelände.

Quelle für das Geländemodell sind ASTER GDEM Daten, denn so hoch im Norden sind keine SRTM Daten mehr verfügbar. ASTER Daten sind meist fehlerhafter als SRTM Daten und erfordern mehr Bearbeitung, bevor sie verwendet werden können, dafür sind sie aber global verfügbar.

Einen Eindruck von der Karte mit und ohne Kolorierung nach Imhof bieten die beiden Ausschnitte aus der Karte. Zu sehen sind der Sarektjåkkå und das umgebende Eisfeld. Der Sarektjåkkå  ist der höchste Gipfel im Sarek Nationalpark und der zweithöchste in Schweden.

Einen Überblick über die gesamte von mir erstellte Karte bietet das folgende Bild:

Karte des Sarek Nationalparks
Karte des Sarek Nationalparks

Ich biete auch eine GeoPDF Datei zum herunterladen an, die man hier findet: Sarek Nationalpark. Viel Spaß beim Anschauen!

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QGIS Tipps & Tricks – DXF Dateien richtig importieren

DXF Dateien richtig importieren

Oftmals bekommt man DXF Dateien zum Datenimport geliefert, besonders wenn man mit Ingenieur- oder Vermessungsbüros zusammenarbeitet. Aber auch technische Pläne aus Gemeinden oder Kommunen zu Abwasser- oder Kanaldaten sind oft in diesem Format. Beim Importieren dieser Pläne muss man ein paar Dinge beachten, um die Unterschiede, die zwischen der GIS Welt und der CAD Welt bestehen zu verstehen. Denn vieles lässt sich nicht eins zu eins übertragen und es bestehen mehr oder weniger subtile Unterschiede, die beim Austausch zu Tage treten.

Das Tutorial Video

In meinem Video zeige ich anhand einer extra für das Tutorial erstellten DXF Datei welche Elemente typischer Weise vorkommen und wie sie im Vergleich dazu in QGIS dargestellt werden. Auch auf typische Problemstellungen und Konflikte gehe ich ein, so dass der Import des nächsten DXF besser von der Hand gehen sollte.
Es bleibt aber als Fazit festzustellen, dass es doch einen z.T. großen Unterschied zwischen GIS und CAD im Konzept  gibt, der sich nicht immer vollständig und automatisch lösen lässt.

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Wozu ist das GeoPDF Format gut?

Allgemeines zum GeoPDF Format

Das GeoPDF Format ist erst einmal ein ganz normales PDF Dokument. Es lässt sich mit jedem beliebigen PDF-Betrachter, wie z.B. dem Acrobat Reader, öffnen, ansehen und ausdrucken. Ganz so, wie man es von allen PDF Dokumenten kennt. Allerdings versteht das GeoPDF, ganz wie der Name es schon vermuten lässt, auch Koordinaten. Damit ist ganz allgemein gemeint, dass dem Blatt Papier des PDF Dokumentes ein räumlicher Ausschnitt zugeordnet ist. Damit können Programme das GeoPDF ganz einfach auf der Welt verorten und an die richtige Stelle packen, so z.B. bei der Nutzung von GPS-Koordinaten des Smartphones mit der Avenza Maps App oder beim Strecken messen mit dem Acrobat Reader.

GeoPDF und Geospatial PDF

Wie so oft bei Dateiformaten gibt es hier zwei verschiedene Ausführungen des Formates. Es gibt einmal den Standard GeoPDF, der sich auf die Spezifikationen und Produkte von TerraGo bezieht, und den Standard Geospatial PDF des OGC. Ich benutze hier im Artikel den Begriff GeoPDF der Kürze halber, meine aber damit ganz allgemein PDF Dokumente mit räumlicher Erweiterung, GeoPDF ist halt kürzer in der Verwendung und deshalb bleibe ich dabei, auch wenn es technisch nicht korrekt ist.

Das GeoPDF Format im Acrobat Reader

Mit einem GeoPDF im Acrobat Reader kann man erst einmal alle Dinge tun, die auch mit allen anderen PDF möglich sind. Erstens natürlich Ausdrucken, zweitens Bemerkungen und Markierungen erstellen. Zusätzlich ist es aber möglich, mit dem Messwerkzeug Strecken, Umfang und Flächen zu messen. Je nach dem, wie das GeoPDF erstellt wurde, lassen sich außerdem noch Ebenen ein- und ausblenden.

Messen im Acrobat Reader

Der Acrobat Reader unterstützt von Haus aus das GeoPDF Format und bietet einige Werkzeuge an. So lassen sich z.B. Strecken, der Umfang oder Flächen messen oder mit dem Koordinatenwerkzeug Positionen abfragen. Das ist sehr nützlich, wenn man im Voraus Strecken planen und messen möchte. So kann man prima z.B. die Dauer für eine Strecke oder einen Teilabschnitt ermitteln und für seine Berechnungen verwenden. Natürlich ganz bequem am Rechner daheim.

Markierungen und Notizen im Acrobat Reader

Der Acrobat Reader bietet auch die Möglichkeit, Notizen und Bemerkungen dem GeoPDF hinzuzufügen. Das ist immer dann nützlich, wenn man das Dokument mit mehreren Leuten teilt. Denn so kann man die Planung vereinfachen, der Karte eigene Zeichnungen hinzufügen oder Hinweise geben.

Ein GeoPDF mit Avenza Maps nutzen

Die Avenza Maps App ist eine kostenlose App, die das GeoPDF Format versteht und lesen kann. Außerdem hat die App Zugriff auf das GPS des Smartphones. Also lässt sich die App prima zum Wandern, Mountainbiken oder anderen Aktivitäten nutzen. Ein wichtiger Vorteil ist, dass keine Internetverbindung notwendig ist, um die Karte mit dem GPS zu nutzen, denn das GeoPDF ist vollständig auf dem Smartphone gespeichert. Natürlich lässt sich das GeoPDF zusätzlich auch noch ausdrucken, so dass man mit der ausgedruckten Karte und dem Smartphone mit der selben Karte unterwegs sein kann.

Kontakt für Fragen und Antworten

Bei Fragen zum Thema stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. Dazu einfach eine der vielen Kontaktmöglichkeiten nutzen.